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Printbuch kaufen und E‑Book fast gratis dazu erhalten

IMG_3877Ama­zon will künf­tig Print- und E‑Bücher im Paket anbie­ten. Das E‑Book soll es fast gra­tis dazu geben, was wohl einen der größ­ten Brems­klöt­ze der Kind­le-Ver­käu­fe lösen wür­de. Doch vor­erst star­tet das so genann­te Match­book-Pro­gramm nur in den USA.

Die Kind­le-Reader haben zwar mitt­ler­wei­le auch in Deutsch­land einen klei­nen Markt­an­teil erzielt, der gro­ße E‑Book-Durch­bruch lässt aber nach wie vor auf sich war­ten.

Das liegt auch dar­an, dass vie­le Bücher­freun­de nicht kom­plett auf die gedruck­te Aus­ga­be ver­zich­ten wol­len. Wer zum Bei­spiel knapp 20 Euro für ein Dan-Brown-Werk aus­gibt, möch­te sich in der Regel nicht an eine Platt­form bin­den, von der er nicht ein­mal weiß, ob die­se sein Buch auch dau­er­haft bereit­hält. Möch­te man irgend­wann zum Toli­no Shi­ne wech­seln, ist der Lese­stoff eben­falls weg.

Buch kaufen, E‑Book dazubekommen

Die­ses Dilem­ma will Ama­zon nun zumin­dest in Tei­len besei­ti­gen. Wer künf­tig den Kauf eines Print­bu­ches (bei Ama­zon ver­steht sich) nach­weist, erhält eine stark rabat­tier­te E‑Book-Aus­ga­be des­sel­ben Buches. Der Preis liegt dann ent­we­der bei 2,99 US-Dol­lar, bei 1,99 US-Dol­lar, bei 99 US-Cent oder das Buch ist gleich ganz gra­tis.

Wie viel genau anfal­len, legt der Ver­le­ger fest, der sein Buch außer­dem expli­zit für das Match­book-Pro­gramm frei­schal­ten muss. Unklar ist, wie vie­le und wel­che Ver­la­ge an dem Pro­gramm teil­neh­men, eini­ge Best­sel­ler des US-ame­ri­ka­ni­schen Mark­tes sol­len aber zum Start der Platt­form im Okto­ber ver­füg­bar sein.

Rabat­tier­te E‑Bücher gibt es nur für neu gekauf­te Bücher, Exem­pla­re vom Mar­ket­place sind also aus­ge­spart. Man erhält aber den Rabatt auch für Bücher, die in der Ver­gan­gen­heit gekauft wur­den, und das seit dem Ama­zon-Start 1995. Vor­aus­set­zung ist wie erwähnt, dass der Ver­lag an dem Pro­gramm teil­nimmt.

Gratisbücher in Deutschland?

Amazon-Mail an KDP-Autoren zum Start von Matchbook

Ama­zon-Mail an KDP-Autoren zum Start von Match­book

Deut­sche Kind­le-Autoren erhiel­ten ges­tern eine Mail von Ama­zon, in der sie eben­falls auf­ge­for­dert wer­den, ihre Bücher für Match­book anzu­mel­den. Nach der deut­schen Buch­preis­bin­dung wäre das eigent­lich nicht zuläs­sig, denn nach wie vor gibt es star­ken Wider­stand gegen jeden Ver­such, die Preis­bin­dung zu unter­lau­fen. So wur­den erst im Herbst ver­ga­ne­nen Jah­res eini­ge Anbie­ter vom Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels abge­mahnt, weil sie ent­spre­chen­de Ver­kaufs­ak­tio­nen gestar­tet hat­ten.

Den­noch gibt es Befürch­tun­gen, nach denen Ama­zon die Preis­bin­dung mit­hil­fe luxem­bur­gi­scher Geset­ze aus­he­beln könn­te. Hei­se dage­gen will erfah­ren haben, dass Ama­zon kei­ne Plä­ne habe, Match­book auch in Deutsch­land zu star­ten.

Heißer Herbst

So bleibt bis auf Wei­te­res völ­lig offen, was aus dem Pro­gramm hier­zu­lan­de wer­den wird. Mög­li­cher­wei­se könn­te auch die Bun­des­tags­wahl im Sep­tem­ber Bewe­gung in den Streit um die Preis­bin­dung brin­gen.

 

Kind­le-Tipps meint: Die Idee hin­ter Match­book ist exzel­lent, wür­den doch end­lich eini­ge der größ­ten Schwach­punk­te der Kind­le-Platt­form besei­tigt: Gera­de bei grö­ße­ren (Lehr-)Büchern braucht man nach wie vor eine Print­aus­ga­be, mit der man schnell die über­sicht­lich prä­sen­tier­ten Inhal­te auf­neh­men kann. Mit einem zusätz­li­chen E‑Book könn­te man dar­über hin­aus schnell nach Text­stel­len suchen oder unter­wegs wei­ter­ler­nen.

Abzu­war­ten bleibt aller­dings, wie der preis­li­che Abstand zum rei­nen E‑Book aus­fällt. Ein all­zu klei­nes Preis­ge­fäl­le könn­te dazu ver­lei­ten, dass Käu­fer das Print­buch ein­fach mit­be­stel­len, obwohl sie es gar nicht brau­chen — was nicht nur öko­lo­gisch bedenk­lich wäre.

 

  • harald sagt:

    Sehr inter­es­sant und wür­de mich freu­en wenn das dann auch funk­tio­niert. Dann hab ich immer bei­de Ver­sio­nen.
    Was mich dabei aller­dings noch stört, wenn ich ein E‑Book kau­fe das sagen wir mal 20€ kos­tet, ist es dann auch umge­kehrt so? also Print­aus­ga­be dafür güns­ti­ger? Ich weis, so rum wird es defi­ni­tiv nie kom­men, aber das fän­de ich umso bes­ser wenn dies auch so sein wür­de.
    Habe schon ein paar teu­re und gute E‑Books gekauft bei wel­chen ich mir den­ke, das Buch ist so gut ich hät­te das jetzt noch ger­ne für mein Bücher­re­gal. Mich stört es unge­mein, dass E‑Books fast genau­so­viel kos­ten wie die Print­aus­ga­be. Ich weis, Buch­preis­bin­dung. Aber ich fin­de das schon sehr schlimm, zumal bei E‑Books weni­ger Pro­duk­ti­ons­kos­ten ent­ste­hen. Ich wür­de es ver­ste­hen, wenn es von einem Buch »kei­ne« Print­aus­ga­be geben wür­de und es trotz­dem 20€ kos­tet. Aber Print­aus­ga­be UND E‑Book so teu­er? Aber gut, mit dem Match­book-Pro­gramm will Ama­zon ja was dage­gen machen. Aber lei­der nur in eine Rich­tung, Print­aus­ga­be kau­fen = E‑Book bil­li­ger. Fin­de ich scha­de. In bei­de Rich­tun­gen fän­de ich es gerech­ter, zumal der Aut­hor und Ver­lag im Fall E‑Book kau­fen = Print­aus­ga­be bil­li­ger, auch nicht viel weni­ger ver­die­nen wür­de, da wie schon erwähnt die E‑Books fast genau­so viel kos­ten wie Print­aus­ga­ben…

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